Dahlen - Tor zur Dahlener Heide
Sehenswertes in und um Dahlen
Beginn der Navigation
Navigation überspringen
Ende der Navigation
Beginn des Hauptinhaltes
Hauptinhalt überspringen
Großböhla / Kleinböhla / Neuböhla
Eine Seite zurück Zur Startseite E-Mail Zur Anmeldung

 
Postkarte Großböhla

© Stadtverwaltung Dahlen

 
 
 
 

Seit 1994 sind die Orte Großböhla, Kleinböhla und Neuböhla Stadtteile von der Heidestadt Dahlen. Jeder der drei Stadtteile hat seine besondere Geschichte und so manche Sehenswürdigkeit, die es zu entdecken gibt.

In einer Urkunde, in der es um Landschenkungen an das Kloster Altzella ging, taucht erstmals der Name - Albertus de bele - auf. So geschehen im Jahre 1224. Aus siedlungsgeschichtlicher Sicht erscheint die Tatsache nicht unmöglich, dass Kleinböhla der Ausgangsort der Böhlaorte hier ist.

Es ist anzunehmen, dass Albertus de Bele deutschen Siedlern, in Nachbarschaft zu der sorbischen Bevölkerung Grund und Boden zuwies, auf dem sie sich eine neue Heimat schaffen konnten. Beleg für diese Annahme könnte die Insel "Tellerhölzchen" in Kleinböhla sein. Dieses kleine naturhistorische Denkmal ist eine frühmittelalterliche Wasserburg, auch Turmhügelburg genannt. Wahrscheinlich ist es auch, dass die Böhlaorte - Groß- und Kleinböhla - ihren Ausgangspunkt in Kleinböhla hatten. In unserer unmittelbaren Heimat gab es wohl im Frühmittelalter eine Vielzahl solcher Turmhügelburgen. In Kleinböhla blieb eine davon in ihren Grundzügen erhalten.

Wasserburg Großböhla

© Stadt Dahlen




Erst im 15. Jahrhundert tauchen beide Orte als Klein- oder Großböhla auf. In Großböhla hatte sich ein Rittersitz mit Rittergut entwickelt. Einzelne Bestandteile sind noch heute zu sehen.

Das schönste und am besten erhaltene Gebäude ist das Herrenhaus von Großböhla. Es begleitet den Betrachter durch die Fluren von Böhla und erscheint in einem sehr harmonischen und gefälligen Bild. Das "Gesicht" des Schlosses verdanken wir der Adelsfamilie von Bültzingslöwen, die von 1921 - 1945 auf Großböhla lebte und arbeitete und Arbeitgeber für viele Großböhlaer Familien war.


Durch den beherzten Einsatz von Großböhlaer Bürgern und der Tatsache, dass mehr als 100 Umsiedler aus Schlesien im Schloss eine vorübergehende Bleibe gefunden hatten, wurde 1945 die Sprengung des einstigen Herrenhauses verhindert.

Heute erklingt Kinderlachen im Schloss. Die neuen Bewohner sind Kinder aus der Dahlener Region. Sie fühlen sich pudelwohl und genießen die herrliche Umgebung.

P1060493

© Löwe

Parkteich Großböhla

© loewe

Heidekönigin Park Großböhla

© loewe

Der nach alten Vorgaben gestaltete Park, die freie Landschaft des Landschaftsschutzgebietes "Dahle und Tauschke" und die nahe gelegene Dahlener Heide laden ein zu erholsamen Wanderungen und Naturentdeckungen. Jeder der Lust hat auf ein geruhsames, naturverbundenes Abschalten vom Alltag ist hier genau richtig. Besonders reizvoll, für diejenigen, die Natur lieben und sich gern an den kleinen Dingen des Lebens erfreuen, ist der einstige Schlosspark - heute Volkspark - von Böhla.

Mit seinen vielen Teichen, seinen verschlungenen Wegen, seiner interessanten Flora und Fauna bietet er Raum für Erholung und Genuss. Besonders interessant ist ein kleines Baudenkmal im Großböhlaer Park. Eine mehr als hundertjährige Begräbnisstätte der einstigen Herren auf Großböhla.

Neben "Wahrheiten" haben sich auch "Mythen" um dieses Grabmal fest in die Herzen der Böhlaer eingegraben. Eine Entdeckungsreise in den Böhlaer Park lohnt sich auf jeden Fall.

Für den Erhalt der Besonderheiten des Parkes setzt sich sehr eindrucksvoll und unablässig der Heimatverein "Böhla - Dorf der Teiche e.V." ein.

 
 
 
 
Dorfteich Großböhla

© Löwe

Gruft im Schloßpark Großböhla

© loewe

P1000576

© Löwe


Neuböhla - ist der jüngste Stadtteil von Dahlen im Gefüge der Böhla - Ortsteile. Der Ortsteil entstand von 1947 - 1950 im Zuge der Bodenreform von 1945.

17 Bauernstellen wurden damals für die schlesischen Umsiedler, die durch den 2. Weltkrieg ihre Habe und Heimat verloren hatten, eingerichtet. Auf ehemaligem unbefestigtem Rittergutsland, auf dem wilde Kirschbäume gestanden hatten, leisteten die Siedlerfamilien wahre Pionierarbeit.

Die ersten Neubauern holten sich ihr Baumaterial für die Bauernstellen im Leipziger Stadtteil Johannestal. Es waren Trümmerreste, die ihnen in den Straßen des Stadtteils zugeteilt wurden.
Das Baumaterial wurde auf dem Eilenburger Bahnhof verladen, auf dem Dahlener Bahnhof entladen und mit Fuhrwerken "nach Hause" transportiert. Viel gegenseitige Hilfe, viel Kraft und viel Mut für die Zukunft half den Neuböhlaern diese schwere Zeit zu überwinden.

Heute strahlt der Ort eine ungewöhnliche Ruhe aus, trotz der nahegelegenen Bahnlinie. Gepflegte Grundstücke, saftige Wiesen, Wald und Natur werden als Wohnort geschätzt. Neue Eigenheime entstanden in den letzten Jahren in Neuböhla, weil einige Kinder der einstigen Neusiedler hier "ihre Heimat" fanden.

Anmeldungen zu Natur- und Parkführungen bei:

Marita Gäbler Telefon: 034361 / 53 650

Schloß GB Hintreansicht

© Löwe

Insektenhotel Park GB

© Löwe

 

Zur Druckansicht