Dahlen - Tor zur Dahlener Heide
Sehenswertes in und um Dahlen
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Geschichte
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Rathaus Dahlen

© Stadt Dahlen

Marktbrunnen mit Sackhupper

© Stadt Dahlen

 
 

Seit dem 1. März 1994 hat sich die Stadt Dahlen durch den Zusammenschluß mit den Gemeinden Börln, Großböhla, sowie Schmannewitz zu einer stattlichen Größe entwickelt. Diese Eingemeindung hat nicht nur wirtschaftliche Bedeutung, auch aus geschichtlicher Sicht sind viele enge Beziehungen untereinander zu erkennen. Dahlen mit seinen neun Stadtteilen zählt ca. 4.900 Einwohner.

Dahlen - das Tor zur Heide

Direkt an der Verbindungsstraße zwischen Oschatz und Torgau liegt am südlichen Rand des gleichnamigen Waldgebietes die Stadt Dahlen, was ihr auch den Namen "Das Südtor zur Dahlener Heide" gab. Dahlen, welches erstmalig im Jahre 1188 urkundlich erwähnt und auf eine slawische Ortsgründung zurückzuführen ist, (Dolane = Talbewohner) besitzt seit 1228 Stadtrechte. Es erlebte im Laufe seiner Entwicklung immer wieder schwere Rückschläge durch verheerende Stadtbrände, Kriege, Pest und Hungersnöte. Bedingt durch seine günstige Lage im Bereich einer wichtigen Handelsstraße war es der Stadt immer wieder möglich, sich wirtschaftlich zu erholen. Ausgeprägte Land- und später die Forstwirtschaft gaben Dahlen seit jeher den typischen Charakter eines Ackerbürgerstädtchens, in dem kleine Handwerks- und Gewerbebetriebe sowie der Handel sich entwickeln konnten. Der Markt mit Rathaus, im Jahre 1888 in seiner heutigen Form erbaut, sowie den angrenzenden Bürgerhäusern geben dem Stadtkern ein harmonisches Bild. Ganz in der Nähe befindet sich auch das kleine Heimatmuseum mit seinem heute noch funktionierenden Musikautomaten sowie einer kleinen Waffensammlung. Nicht zu übersehen ist die Stadtkirche "Unser Lieben Frauen", die auf eine über 500jährige Geschichte zurückblicken kann und auf den Fundamenten einer im Jahre 1136 erbauten dreischiffigen Basilika errichtet wurde. Besonders sehenswert ist neben dem Annenaltar das an der Südseite des Hohen Chores befindliche Wandgemälde, den heiligen Christophorus mit Christuskind darstellend, sowie das romanische Kruzifix aus Sandstein.

Ein Kleinod spätbarocker Baukunst war das Schloss, welches der kursächsische Staatsminister Graf Heinrich von Bünau in der Zeit von 1744 bis 1751 erbauen ließ. Auch wegen seiner künstlerischen Ausmalung durch Adam Friedrich Oeser zählte das Schloss zu einer der schönsten Herrensitze in Sachsen. Nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten brannte es am 20. März 1973 vollständig aus. In die Geschichte ging Dahlen ein mit der Unterzeichnung des Hubertusburger Friedens nach Beendigung des Siebenjährigen Krieges. Der Preußenkönig Friedrich II. unterschrieb hier am 12. Februar 1763 im Dahlener Schloß das Friedenstraktat. Seit 2005 werden im Rahmen einer Inuitiative Veranstaltungen organisiert und weitere Aktivitäten zur Nutzung und späterem Wiederaufbau entwickelt. Mehr

Einer Legende nach ist Dahlen auch als Sackhupperstadt bekanntgeworden. Darüber gibt es mehrere Erzählungen. Ein Fuhrwerksbesitzer, der um 1870 Frachten nach Schmannewitz, Sitzenroda, Torgau machte, veranstaltete jährlich ein Kinderfest und dachte sich als neuen Spaß das Sackhuppen aus. Dieses Sackhuppen könnte er aus einer Sage entnommen haben, die wie folgt lautet: Kaiser Heinrich reiste zur Erholung und zum Jagen gerne in das Dahlener Heideland. Als die Sorben von einem erneuten Ausflug des Kaisers erfuhren, beschlossen sie, ihm aufzulauern und ihn zu töten. Es war aber gerade die Zeit der Heidelbeeren und ein Dahlener Junge, der durch die Heide spazierte, entdeckte die Sorben und belauschte sie. Er hörte von den Mordplänen der Sorben. Als er aufbrach, dies dem Kaiser zu melden, wurde er entdeckt und in den Sack gesteckt. In der Nacht, als alle schliefen, machte er sich auf und hüpfte nach Dahlen, um den Kaiser zu warnen. Auf Grund dieser Sage kann man sich den Sackhupper auf dem Marktplatz erklären. In der Weimarer Republik war es üblich, dass anreisende Wandergruppen auf dem Marktplatz Sackhuppen mußten. Über die Landesgrenzen hinaus hat sich die am Ortsausgang gelegene Jugendherberge, eine der schönsten in Sachsen, einen Namen gemacht. Gruppen- aber auch Einzeltouristen können hier Unterkunft und Erholung finden. Dahlen ist Ausgangspunkt vieler Wanderwege in die Dahlener Heide. Die Kernstadt Dahlen hat ca. 3.000 Einwohner.

 
 
Schloss Dahlen

© Stadt Dahlen

Jugendherberge Dahlen

© Stadt Dahlen

 

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